Beerbach

Kirche Beerbach
St. Egidien-Kirche und Pfarrhaus in Beerbach

Der Ort Beerbach (200 Einwohner) wurde im Jahre 1109 erstmals urkundlich erwähnt. Entstanden dürfte die Siedlung ebenso wie die Nachbarorte Neunhof und Tauchersreuth in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts sein. Die Erschließung hängt mit der Entwicklung der Reichsburg und der Stadt Nürnberg zusammen, die einen Schutzgürtel und ein wirtschaftliches Hinterland benötigte. Sogenannten Reichs-ministerialen, vorallem kaiserliche Dienstleute, kümmerten sich um Rodung in den großen Wäldern zwischen Pegnitz und der mittleren Schwabach und die Ansiedlung von Bauern und Bewirtschaftung des gewonnenen Landes.


Zu diesen Ministerialengeschlechtern gehörten die Herren von Beerbach, die eine turmartige Burg nördlich der heutigen Beerbacher Kirche errichteten. Diese Turmburg wurde bereits im Städtekrieg 1388 zerstört und nie mehr wieder aufgebaut, die letzten Ruinen wurden im 19. Jahrhundert entfernt. Ein Siedler namens Bero soll dem Dorf im Tal des Angerbaches seinen Namen gegeben haben, der früher auch Berebach, Perpach oder Bärbach geschrieben wurde. Die Hanglage und Nähe zu Bächen und Quellen sowie die Anbindung durch die sogenannte "Blechstraße", eine alte Verbindung von Heroldsberg nach Neunhof, begründete die Ansiedlung bäuerlicher Anwesen.

Spätgotischer Hauptaltar der St. Egidienkirche in Beerbach
Spätgotischer Hauptaltar der St. Egidienkirche in Beerbach

Der als Haufendorf angelegte Ort wird durch eine etwas abseits gelegene einzigartige Baugruppe bestehend aus Kirche, Pfarrhaus sowie dem Kantors- und Schulhaus ergänzt. Diese geht zurück auf eine zur Burg gehörende Kapelle, die in der 1422 an der heutigen Stelle erwähnten Nikolauskapelle und späteren St. Egidienkirche einen Nachfolger erhielt. 1488 wurde die Kirche erweitert und erhielt weitgehend ihre heutige bauliche Gestalt. Der Turm stammt aus dem Jahr 1685. Sehenswert ist auch der spätgotische Hochaltar, ein Werk Michael Wolgemuts und seiner Werkstatt aus der Zeit um 1505. Seit 1520 bildet Beerbach eine eigene Pfarrei.

Die Beerbacher Kirche ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und kann besichtigt werden.

Zu dem Bauesemble gehört noch das Pfarrhaus aus dem Jahre 1734 sowie das ehemalige Schulhaus, ein Sandsteinbau, der in seinem heutigen Aussehen aus dem Jahre 1896 stammt. Unweit der Kirche neben dem "Kirchenweg" nach Neunhof befindet sich die sogenannte Nikolausquelle, ein mittelalterlicher Heilbrunnen, der 1660 gefasst wurde. Wenige Meter weiter am Kirchenweg steht der sogenannte "Hirnstein". Dieser 1976 von den "Freunden des Neunhofer Landes" neu aufgestellte Ruhstein aus Sandstein erinnert an das Original an gleicher Stelle, das der unter Gicht leitende Pfarrer Johann David Hirn im Jahre 1685 hier setzen lies.  Dieser Ruhstein wurde 1945 zerstört.

Pfarrhaus in Beerbach
Pfarrhaus von 1734
Blick von Beerbach auf die Tauchersreuther Höhe
Blick von Beerbach auf die Tauchersreuther Höhe

Die Beerbacher Kirche ist auch Ausgangspunkt für Wanderer. Parkplätze sowie eine Wandertafel mit Hinweisen zu den markierten Wanderwegen befinden sich an der Kirche.

St. Egidienkirche mit Schulhaus
St. Egidienkirche, im Vordergrund das Schulhaus
Kirche mit Pfarr- und ehem. Schulhaus
Kirche mit Pfarr- und ehem. Schulhaus
Kirchenweg zur Beerbacher Kirche
Kirchenweg zur Beerbacher Kirche
Nikolausquelle Beerbach
Nikolausquelle Beerbach
Martersäule bei Beerbach
Martersäule bei Beerbach
Weiher bei Beerbach
Weiher bei Beerbach


Feuerwehr Beerbach feierte 2019 Jubiläum:

Die Freiwillige Feuerwehr wurde 100 Jahre:

Facebookseite der Feuerwehr



Rundwanderung Beerbach-Tauchersreuth-Neunhof-Beerbach:

Wandertafel an der Beerbacher Kirche
Wander- und Informationstafel an der Beerbacher Kirche

Ausgangspunkt dieser Rundwanderung, für die wir etwa 1 1/4 Stunden reine Wanderzeit einplanen müssen, ist die St. Egidien-Kirche in Beerbach. Von der Wandertafel aus gehen wir mit der Markierung "Gelbkreuz" Richtung Tauchersreuth, das wir nach etwa 20 Minuten erreichen. Hier lohnt ein Abstecher in das fränkische Höhendorf (Wasserturm, Bauernhöfe). Ansonsten biegen wir kurz vor Erreichen des Parkplatzes am Ski- und Rodelhang nach links und wandern mit der Markierung "Grünkreuz" weiter nach Neunhof. Bei der Durchwanderung eines Buchenwaldes (Brunngraben) ist ein kurzer Abstecher ca. 150 Meter am Bächlein bachaufwärts zur Brunngrabenhöhle möglich. Kurz darauf erreichen wir Neunhof (Schlösser, Wehrkirche, Einkehrmöglichkeit). Nach einer Ortsbesichtigung führt uns die Markierung "Rotpunkt" in ca. 20 Minuten auf dem alten Kirchenweg zurück zur Beerbacher Kirche.

 

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Wegbeschreibung Rundwanderung ab Beerbach
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Eindrücke entlang der Wanderung:

St. Egidien-Kirche Beerbach
St. Egidien-Kirche Beerbach
Ortseingang Neunhof
Ortseingang Neunhof
Fischweiher bei Beerbach
Fischweiher bei Beerbach
Welserschloss Neunhof
Welserschloss Neunhof
Aussicht auf Beerbach
Blick von der Tauchersreuther Höhe
mit "Rotpunkt" nach Beerbach
mit "Rotpunkt" nach Beerbach
Wanderweg bei Neunhof
Mit "Grünkreuz" nach Neunhof
Wanderweg "Rotpunkt" zur Kirche in Beerbach
Kirchenweg zur Beerbacher Kirche


Rundwanderung Beerbach - Kleingeschaidter Höhe

Fernsehfüllsender Kleingeschaidt
Fernsehfüllsender Kleingeschaidt

Unsere Rundwanderung (Wanderzeit ca. 1 1/4 Stunden) beginnt an der Beerbacher Kirche, hier können wir gut parken. Wir folgen dem Fußweg in das Dorf Beerbach, an der Kreuzung in der Ortsmitte gehen wir geradeaus in den Heuweg und weiter über die Straße Im Lohe. Wir überqueren die Hauptstraße und folgen mit der Markierung "Rotpunkt" einem betonierten Flurbereinigungsweg. An einer Kreuzung gehen wir nach links und folgen entlang eines kleinen Baches weiterhin der Wandermarkierung. Der Weg führt uns an einer Reihe stattlicher Eichen (hier verlief der frühere „Kirchenweg“) vorbei auf den Kalchreuth-Tauchersreuther Höhenzug. Bei einer kleinen Gruppe Obstbäume auf der Höhe verlassen wir die Markierung und biegen nach rechts ab. Der Weg führt uns direkt zum Kleingeschaidter Fernsehfüllsender, vom dem sich ein herrlicher Rundblick bietet. Wir folgen ein kleines Stück bergab der Asphaltstraße und biegen am ehemaligen Eschenauer Wasserhaus mit der Eckentaler Wandermarkierung (-3-) nach rechts Richtung Beerbach ab. Dem markierten Weg folgend passieren wir ein Wäldchen rechts des Weges. Nach einigen Metern biegen wir mit der Markierung (Gelbkreuz) nach rechts in den Wald ab und wandern mit der Markierung zurück zur Beerbacher Kirche.

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Wegbeschreibung Rundwanderung Beerbach-Kleingeschaidter Höhe
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Kleingeschaidt
Baumgruppe Kleingeschaidter Kirchenweg
auf der Höhe bei Kleingeschaidt
auf der Höhe bei Kleingeschaidt

Eckental-Eschenau
Blick auf Eckental-Eschenau
Eckentaler Wanderweg


Mountainbike-Tour Beerbach-Neunhof-Betzenstein:

Rundtour für Mountain-Biker ab Beerbach (73 km), klicken Sie für die Wegbeschreibung auf das "GPSies-Symbol":



Informationen über Beerbach: